Veranstaltungen

Unsere Veranstaltungen

Über die Dauerausstellung hinaus finden in unserem Museum regelmäßig auch temporäre Wechselausstellungen und kleinere Veranstaltungen wie Vorträge und Lesungen statt.

Veranstaltungen im Muna-Museum

Über die Dauerausstellung hinaus finden in unserem Museum regelmäßig temporäre Wechselausstellungen und auch kleinere Veranstaltungen wie Vorträge und Lesungen statt.

Zum festen Programm gehören seit Jahren unsere Sonderausstellungen zum Internationalen Museumstag (jährlich um den 18. Mai herum). Mithilfe von vielen historischen Bildern und Filmen sowie anderen Zeitdokumenten greifen wir dabei in der Regel ein Thema auf, das mit der Muna und ihrem Gelände und Umfeld zeitlich und bzw. oder von der Sache her in Zusammenhang steht. Die gezeigten Aufnahmen sind dabei entweder noch nie oder wenn doch, dann schon seit vielen Jahren, nicht in der Öffentlichkeit zu sehen gewesen. Zu diesen Sonderausstellungen konnten wir beständig Besucherinnen und Besucher in dreistelliger Zahl und von nah und fern begrüßen.

Die bisherigen Sonderausstellungen waren:

2012: „Historische Filmaufnahmen von Kreisschulrat Heinrich Lorentz aus den 1920er Jahren“
2013: „Unbekannte Bilder der Muna“ / Eröffnung der Museums-Außenstelle im früheren NATO-Lager
2014: „Kalter Krieg auf dem Vulkan. Militärpräsenz und Friedensbewegung im Vogelsberg bis 1989“
2015: „70 Jahre Kriegsende im Vogelsberg“
2016: „Vogelsberg unterm Hakenkreuz. Der Aufstieg der NSDAP und die Machtergreifung 1933“
2017: „Nur für den Dienstgebrauch! Innenausichten aus der Muna 1936 bis 1945“
2018: „Vor 75 Jahren. Zwangsarbeit für die Muna“ / Buchvorstellung „Muna im Wald, wir finden dich bald!“
2019: „Große Herbstübung 1936 in Osthessen. Erprobung des Blitzkrieges – Militarisierung des Denkens“
2023: „Heimat im Luftbild. Alliierte Aufklärungsaufnahmen der Vogelsbergregion“
2024: „Panzer und Protest. NATO-Manöver und Friedensbewegung im Fulda Gap in den 1980er Jahren“
2025: „MUNA – Der Blick hinter die Kulissen. Historische Akten aus dem Bundesarchiv-Militärarchiv“
2026: „Grünspechte Oberwald. Der Kampf gegen das NATO-Lager 1976 bis 1982“

Die bisherigen Vorträge und Lesungen waren (Auswahl):

2015: „Die Novemberpogrome 1938 im Vogelsberg. Das Beispiel Crainfeld (Kreis Lauterbach)“ von Carsten Eigner
2018: „Gegen den Krieg – Für den Frieden“ von Edgar M. Böhlke
2026: „Erben der Arisierung. Wir wissen, was wir haben. Wissen wir auch, woher es stammt?“ von Armin H. Flesch

Der Eintritt zu diesen Sonderausstellungen und Vorträgen war und ist stets frei. Über Spenden für unsere Museumsarbeit freuen wir uns.

Vortrag Museumstag Muna Museum 2019
Vortrag zur Sonderausstellung am Internationalen Museumstag 2019

Aktuelle Wechselausstellung „Grünspechte Oberwald. Der Kampf gegen das NATO-Lager 1976 bis 1982“

Unsere jüngste Wechselausstellung zum Internationalen Museumstag 2026 ist bis auf Weiteres noch in unseren Museumsräumen zu sehen.

Ab Mitte der 1970er Jahre planten die US-Streitkräfte auf dem früheren Muna-Gelände ein sogenanntes vorgeschobenes NATO-Versorgungslager („Forward Storage Site“). Wo sich im Wald die gesprengten Ruinen von Bunkern befanden, sollte im Zeichen des Kalten Krieges alsbald wieder Munition sowie Versorgungsgüter und Treibstoff gelagert werden.

Nicht wenige Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Grebenhain wollten sich mit dieser erneuten militärischen Nutzung eines Teils der früheren NS-Luftwaffen-Munitionsanstalt nicht abfinden und beschlossen, aktiv dagegen etwas zu unternehmen. Es war die Zeit der „Neuen Sozialen Bewegungen“, wie etwa der Friedens- und Umweltbewegungen sowie der Bürgerinitiativen und Geschichtswerkstätten in der alten Bundesrepublik der 1970er und 1980er Jahre.

So entstand die Bürgerinitiative „Grünspechte Oberwald“. Mit Bürgerversammlungen, Leserbriefen, Protestschildern und anderen Aktionen versuchte sie, die Öffentlichkeit in Grebenhain gegen den Bau des NATO-Depots zu mobilisieren. Die „Grünspechte“ veranstalteten die ersten historischen Führungen – „Protestwanderungen“ genannt – durch das Muna-Gelände. Aus ihren Reihen wurde auch ein Schülerprojekt zur Geschichte der Muna angestoßen. Die „Grünspechte“ stehen damit am Beginn der Erforschung und Aufarbeitung dieses Kapitels der Geschichte. Der Widerstand als solcher sollte freilich keinen Erfolg haben, denn das NATO-Lager Grebenhain wurde gebaut – wenn es in der Folge auch weitere Proteste anziehen sollte.

Vorerst permanent zu sehen sind die zeitgenössischen Dokumente und Materialien aus dem Fundus der „Grünspechte“. Die zugehörige Präsentation der historischen Bilder der Ausstellung kann auf Anfrage gezeigt werden.

Muna Grebenhain Ausstellung
Wanderung durch das im Bau befindliche NATO-Lager im Sommer 1982.

Kontakt

Muna-Museum Grebenhain

Adresse: An der Alten Schule 7, 36355 Grebenhain

Telefon: 06644 / 9180032 (während der Öffnungszeiten)

Telefon: 06644 / 1471 (außerhalb der Öffnungszeiten)

E-Mail: info@muna-grebenhain.de

Förderverein MUNA-Museum Grebenhain e. V.

Adresse: Bergweg 17 36355 Grebenhain

Telefon: 06644 / 1471

E-Mail: info@muna-grebenhain.de

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