Museum

Das Muna-Museum Grebenhain wurde am 8. Mai 2011 eröffnet. Es befindet sich in der "Alten Schule" im Grebenhainer Ortsteil Bermuthshain, einem denkmalgeschützten ortsbildprägenden Fachwerkbau. Von seiner Erbauung 1829/30 bis 1952 diente dieses Gebäude als Schulhaus für eine ein- bis zweiklassige Volksschule. Im Rahmen der Dorferneuerung in Bermuthshain wurde die "Alte Schule" zwischen 2008 und 2011 saniert und für die Nutzung als Museum und Erinnerungsstätte hergerichtet. Die Einrichtung erfolgte mit Unterstützung durch den Hessischen Museumsverband.

Im Obergeschoss der "Alten Schule" wird in zwei Dauerausstellungen die Geschichte der Luftmunitionsanstalt Hartmannshain und die Nutzung des Muna-Geländes seit Kriegsende dargestellt. In einem Mehrzweckraum (Betsaal) im Untergeschoss finden an vorher veröffentlichen Terminen  außerdem Sonderausstellungen (z. B. am Internationalen Museumstag) und andere Veranstaltungen (z. B. Vorträge) statt. Großformatige Bilder weisen den Besucher bereits beim Betreten des Gebäudes auf das zentrale Ausstellungsthema hin - die Muna.

Die Alte Schule in Bermuthshain, der Standort des Muna-Museums Grebenhain.

Die Dauerausstellungen

Die Dauerausstellung I (1936-1945) thematisiert die Errichtung und die Infrastruktur der Muna sowie ihr Ende 1945. Dargestellt werden außerdem die Rolle der Muna in der Rüstung und Kriegsführung des nationalsozialistischen Deutschen Reiches sowie die Schicksale der Zwangsarbeitskräfte. Zur Ausstellung gehören Schautafeln und ein Modell des Muna-Geländes ebenso wie historische Bilder und originale Exponate aus der Muna. Über ein Mediendisplay gibt ein Film Einblick in die Erinnerungen einer früheren Muna-Arbeiterin.

Die Dauerausstellung II (1946-heute) ist der vielfältigen Nutzung des Muna-Geländes seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gewidmet: Ziviles Industriegebiet, Entmunitionierung, NATO-Versorgungslager, Berliner Ferienlager. Im Flur zeigt eine großformatige Wandkarte die Standorte sämtlicher bekannter Munitionsanstalten der deutschen Wehrmacht. Ein Lesepult erschließt außerdem eine umfangreiche Sammlung zahlreicher historischer Fotografien aus der Betriebszeit der Luftmunitionsanstalt Hartmannshain sowie der späteren Geschichte des Muna-Geländes.

Ein Blick in die Dauerausstellung im Muna-Museum Grebenhain.

Die Außenstelle

Am 8. Mai 2013 wurde die Außenstelle des Muna-Museums eingeweiht. Sie befindet sich in einem 1980/81 errichteten Bunker im früheren NATO-Versorgungslager. In der Außenstelle sind weitere originale Exponate aus der Luftmunitionsanstalt Hartmannshain zu sehen. Im Mittelpunkt befindet sich die 1998 im Gelände geborgene und äußerlich restaurierte Hülle einer sogenannten Panzersprengbombe mit einem Leergewicht von etwas mehr als einer Tonne. Thematisiert wird außerdem die Friedensbewegung in Osthessen in den 1970er und 1980er Jahren, deren Proteste sich u. a. auch gegen das NATO-Lager richteten.